Aus aktuellem Anlass…
19. Juni 2009 von Hendrik
19. Juni 2009 von Hendrik
22. Januar 2009 von Hendrik
Ohne viele Worte. Für spezielle Anwendungen ist Mono SIMD (wohlgemerkt Mono, nicht Microsoft .NET
) schneller als C++: http://www.betanews.com/article/Mono_22_may_overtake_NET_in_some_critical_categories/1232551276
(Gut, wahrscheinlich haben die Leute hier bei der C++ Implementierung mal wieder kräftig geschlampt. Aber alleine die Tatsache, datenparallele Aufgaben in Mono genauso schnell ausführen zu können wie in C++, reicht ja schon aus.)
So eine Beschleunigung um Faktor 8-10 gegenüber normalen .NET-Anwendungen für den numerischen Bereich macht ein Interfacing zu C++/C natürlich auch reichlich überflüssig. Schade, dabei mag ich Template Meta Programming so sehr - das ist so schön geekig-esoterisch… 
17. Dezember 2008 von Hendrik
Eigentlich hatte ich ja gedacht, mein letzter Eintrag hätte alle deutlichen Schwachpunkte von C# angesprochen. Aber wie sich nach einer Diskussion gezeigt hat, habe ich doch glatt zwei wichtige Dinge übersehen:
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Jochen dafür, dass er mich auf diese Punkte aufmerksam gemacht hat.
29. Oktober 2008 von Hendrik
Der große Hype ist vorbei. Ich kann auf 2 Jahre professionelle Softwareentwicklung mit .NET unter C# zurück blicken und ein Resüme ziehen. Entgegen dem, was vielerorts behauptet wird, und was ich zu Beginn und für lange Zeit auch gerne geglaubt habe, ist C# eben kein besseres Java. Im Gegenteil, es löst viele Dinge nur vermeintlich elegant, und offenbart nicht selten einige eklatante Designschnitzer, die im normalen Tagesbetrieb nicht auffallen:
Letztendlich komme ich zu folgendem Fazit: C# ist durch die ständige (und meiner Meinung nach überflüssige) Integration neuer Features auf dem besten Wege, ein zweites C++ zu werden. Das Orthogonalitätsprinzip wird von den Sprachdesignern immer wieder erneut verletzt, was die Fehleranfälligkeit erhöht, den Einstieg in die Sprache erschwert und das finden von Lösungen unnötig kompliziert macht. Java verzichtet auf diesen ganzen Schnickschnack; und dies ist nur oberflächlich ein Nachteil. Die Entwicklungen komplexerer Sprachkonstrukte erfolgt in Java traditionell durch automatisierte Funktionen in den gängigen IDE’s (Eclipse, z.T. auch NetBeans), weshalb in der Sprache selbst auf Bequemlichkeitsfunktionen wie Properties und LINQ verzichtet werden kann. Traurigerweise bietet auch das Visual Studio mittlerweile viele dieser Funktionen an (Implement interface, Refactoring, Create getter/setter), so dass diese Erweiterungen eigentlich garnicht nötig wären.
Eigentlich finde ich diese Entwicklung sehr schade; in vielen Belangen scheint Microsoft endlich im 21. Jahrhundert anzukommen (Endlich ein Visual Studio mit UML-Unterstützung, nach 20 Jahren hat man auch bei MS endlich begriffen, was ein Model-View-Controller-Pattern ist; man entwirft ein Framework, dessen Architektur nichts taugt, komplett neu) zu sein. Warum man dann beim Design der neuen Vorzeigesprache so grundlegende Fehler macht, die jeder Informatikstudent in Theorie von Programmiersprachen vermeiden lernt, ist mir persönlich ein Rätsel.
Letztendlich muss ich natürlich beruflich damit leben, weiterhin mit C# zu entwickeln (besser als Desktopprodukte mit C++ zu entwickeln ist es allemal) - dabei werde ich mich aber wie bisher ans K.I.S.S.-Prinzip halten und im Team darauf setzen, dass wir nur Techniken einsetzen, die auch alle nachvollziehen können. Keine Lambafunktionen, kein LINQ, so lange keine Datenbanken im Spiel sind, sparsamer Einsatz von structs und kein nachträgliches Erweitern von sealed-Typen. Auf das der Debugger nicht zu heiß läuft und es bei einer einstelligen Zahl von Abstürzen des Visual Studios am typischen Arbeittag bleibt…
23. Oktober 2008 von Hendrik
Eigentlich würde ich mir ja nicht die Mühe machen, hier ein neues Metal-Album vorzustellen. Das Debut Denied by Reign von Severed Fifth hat allerdings schon allein auf Grund der Umstände seines Erscheinens ein wenig Aufmerksamkeit verdient. Severed
Fifth ist ein Musikprojekt des Ubuntu Community Managers Jono Bacon,
der mit seiner Veröffentlichung, der eigenen Aussage nach, "neue Wege
im Vertrieb von Musik" erforschen und beschreiten möchte.
Denied by Reign erscheint unter einer sehr liberalen Creative Commons Lizenz, ist frei verfügbar und darf nach eigenem Gutdünken weiter gegeben werden. Auch das Remixen ist explizit erlaubt. In diesem Sinne nimmt das Album also durchaus einen momentan absolut einzigartigen Ausnahmestatus ein. Jono sieht dabei seine kommerziellen Interessen auch keineswegs als gefährdet an. In einem aktuellen Interview mit Ars Technica sagt er, dass ihm der Weg über Konzerte, CDs und Merchandising immer noch Geld mit seiner Musik zu verdienen, ja immer noch offen stehe, auch wenn dies nicht sein Hauptinteresse sei.
Ach ja, das Wichtigste zuletzt, anhörbar ist das Ganze auch - zumindest, wenn man Metal mag.
20. Oktober 2008 von Hendrik
Danke Wired, dank euch weiß ich jetzt endlich, woran mich das Verhalten der Musikindustrie gegenüber ihrer Kundschaft schon die ganze Zeit erinnert:
16. Oktober 2008 von Hendrik
Tatsächlich sieht es so aus, als bekämen die Amerikaner jetzt die erste Quittung für das, was sie vor 10 Jahren verbrochen haben. Zahavah Levine antwortet betont schnippisch auf die Anfrage der McCain-schen Wahlmaschinerie, doch nicht immer gleich alle Wahlkampfvidoeos zu löschen, sobald eine Takedown Notice bei YouTube eintrudelt.
Ich hoffe ja inständig, dass man auch hierzulande etwas daraus lernt. Obwohl das jüngste Urteil gegen Google mich eher eine gewisse Ignoranz gegenüber diesen Dingen vermuten lässt. Irgendwie ist es schon traurig, dass so viele Entscheidungsträger auch jetzt, nach fast 10 Jahren, immer noch nicht im neuen Jahrtausend angekommen sind.
Wahrscheinlich müssen die Lobbyisten beziehungsweise ihre dankbaren Freunde aus der Industrie erst noch viel massiver durch ihre eigenen Gesetze, sei es der DMCA in den USA oder die Urheberrechtsnovelle in Deutschland, behindert werden, damit man einsieht, welche massiven und kulturfeindlichen Fehler man gemacht hat.
21. August 2008 von Hendrik
Wie auch schon die Vorgänger liefert Windows Vista einige nette, kleine Programme mit, die einem die tägliche Arbeit deutlich erleichtern können. Besonders erwähnenswert finde ich dabei Stikynot, Journal und Snippingtool, die eigentlich dem Tablet PC vorbehalten sind, aber auch im normalen Betrieb sicherlich einmal nützlich sein sollen. Auf der Kommandozeile gibt es zudem mklink, ein Befehl, mit dem symbolische Verweise auf Dateien oder Verzeichnisse angelegt werden können (Unix-Benutzer kennen das und arbeiten regelmäßig damit). Mehr zum Thema findet sich bei der PCWelt.
30. Juli 2008 von Hendrik
Es ist mal wieder an der Zeit, für eine kleine, aber feine Veranstaltung ein wenig Werbung zu machen. Vom 5. - 7. September 2008 findet im Fritz-Henßler-Haus in Dortmund-Mitte die Earthdawn/Fading Suns-Convention 2008 statt. Neben zahlreichen Fans werden die Line Developer der beiden Spiele (Carsten Damm und Alex Wichertt) sowie die Zeichnerin/Designerin Kathy Schad (alles meines Eindrucks nach wirklich sehr nette Leute übrigens) anwesend. Es wird ein kleines Programm geben, und natürlich jede Menge Spielrunden (unter anderem auch von mir, etwas Eigenwerbung muss ja auch sein…
). Mehr Informationen gibt es natürlich auf der offiziellen Seite des Cons. Ich hoffe, wir sehen uns dort…
13. Juni 2008 von Hendrik

Mehr oder weniger durch Zufall (okay, Zufall war’s ja nicht unbedingt, eigentlich war es eher der Verdienst dieser Jungs hier, bei deren Werk ich wirklich aus dem Lachen nicht mehr ‘raus gekommen bin) stieß ich auf diese höchst bemerkenswerte Sere von Videopodcasts. Drawn by pain erzählt die Geschichte von Emily, die ihre Ängste, ihre Furcht und ihre Wut in sich hinein frisst und durch ihre Comiczeichnungen versucht zu verarbeiten. Doch irgendwann wird mehr daraus, und ihr Talent wird zu ihrem Werkzeug der Rache - im blutigsten Sinne. Die Serie ist äußerst professionell in Szene gesetzt, Bilder wie Musik wirken ebenso durchdacht und tiefsinnig wie auch verstörend. Beinahe jede Folge für sich ist schon ein Kunstwerk, ein Mahnmal für die dunklen Abgründe des menschlichen Verhaltens. Deshalb: Keinesfalls verpassen! Zum Einstieg hier schon mal der Trailer: