Charakter- und handlungsmotiviertes Rollenspiel
Jul 24th, 2009 by hendrik
Einfluß der Spieler
Machen wir uns nichts vor. CS und HS steht und fällt mit den Spielern. CS erfordert sehr aktive Spieler, die das Ruder ergreifen und die nicht nur konsumieren wollen. Sind die Spieler dazu nicht bereit, so kann CS nicht funktionieren. Die Spielrunden werden zusehends langweiliger werden und einschlafen, zumindest, bis der Spielleiter wieder auf den handlungsmotivierten Stil zurückschwenkt. Nichtsdestotrotz haben viele Spieler (ich zum Beispiel) oft, vielleicht sogar immer, Lust, direkter mit der Handlung in Kontakt zu treten. In diesem Fall empfiehlt es sich, durchaus einmal ein CS-Szenario zu spielen.
Fazit
Wozu nun das Ganze? Ich persönlich habe mich in den letzten Jahren, sowohl als Spieler als auch als Spielleiter, immer weiter von HS entfernt und bin zum überzeugten CS-Anhänger geworden. Leider ist die Zahl der Spiele, die diesen Spielstil von Haus aus unterstützen sehr gering. Das liegt aber meiner Meinung nach nicht daran, daß sich niemand für CS interessiert, sondern eher daran, daß sich die Spieldesigner keine Gedanken darüber machen. CS funktioniert mit Spielern, die sich sehr aktiv einzubringen versuchen, generell besser als HS. Wenn Systeme nun auch in dieser Hinsicht designt werden, ist das definitiv ein Gewinn für die Gruppe von Spielern.
